nd-aktuell, the Berlin daily of unapologetically leftist inclinations and a distinguished Soviet-era pedigree (that I've already appeared in a couple of times), has published a feature article about the Moscow School of Social and Economic Sciences, better known as Shaninka: its history, its role in the Russian educational environment, the fate of its founder and its rector. I add my explanations on the broader context and the war on learning that is now Russia's governmental policy. FLAS, the Survivors' University, is mentioned too.
As I’ve noted before, the publication’s socialist heritage has its practical benefits: they remain untainted by the bourgeois abomination of a paywall. Translating German into the language of your choice is much easier than transcending a paywall.
НАСТОЯЩИЙ МАТЕРИАЛ (ИНФОРМАЦИЯ) ПРОИЗВЕДЕН И (ИЛИ) РАСПРОСТРАНЕН ИНОСТРАННЫМ АГЕНТОМ [ФИО] ЛИБО КАСАЕТСЯ ДЕЯТЕЛЬНОСТИ ИНОСТРАННОГО АГЕНТА [ФИО] НОРМА ПРИЗНАНА НЕЗАКОННОЙ РЕШЕНИЕМ ЕСПЧ
https://www.nd-aktuell.de/artikel/1198247.russische-hochschule-schaninka-wissenschaft-unter-beschuss.html
"Ideologische Umbildung
Die liberale Politologin und zeitweilige MSSES-Mitarbeiterin Jekaterina Schulmann, vom Justizministerium ebenfalls mit dem Status als »ausländische Agentin« versehen, stellt auf Nachfrage des »nd« die faktische Abwicklung der MSSES in den größeren Kontext der aktuellen Bildungspolitik in Russland: »Bereits 2021 wurden die Rektoren von Hochschulen zu Dutzenden ausgewechselt. Fast in allen Fällen waren die neuen Rektoren Menschen aus anderen Regionen, keine Sozialwissenschaftler und nicht bekannt außerhalb ihres Faches. Ihre Möglichkeiten, die Interessen ihrer Hochschulen gegenüber der Politik zu vertreten, waren geringer als bei den Vorgängern.«
Seit 2022, so Schulmann weiter, würden auch die Studienplätze für eine ganze Reihe der Fächer systematisch verringert, sowohl die budgetfinanzierten Plätze als auch jene, für die die Studierenden selbst zahlen müssen. Dabei gehe es vor allem um die Fächer Jura, Politologie, Jurisprudenz, Ökonomie und Soziologie.
»Mancherorts«, so Schulmann, »verschwindet selbst der Begriff: Aus der ›Fakultät für die Politikwissenschaft‹ wird die ›Fakultät für internationale Beziehungen‹. Die Bezeichnung ›Liberal Arts and Sciences‹ soll aus dem Hochschulwesen verschwinden. In den Schulen werden die Stunden für das Fach ›Gesellschaftskunde‹ gestrichen oder durch Geschichte ersetzt.« Dieser Umgang, so Schulmann weiter, »diene nicht nur der ideologischen Kontrolle über das Curriculum«. Denn es gehe um die Ausbildung der zukünftigen Führungskräfte. »Jura ist ein beliebtes Fach unter denjenigen, die Entscheidungsträger werden wollen, Politikwissenschaft unter denjenigen, die gerne auf die Prozesse der Entscheidungen Einfluss nehmen wollen.«
Ehemalige Dozenten und Absolventen der MSESS diskutieren seit 2022 immer wieder eine Wiedereröffnung im Exil. Im Gespräch waren Litauen, Armenien, Israel und Montenegro. Doch litauische Behörden stellten sich gegen die Eröffnung einer russischen Hochschule im Land, und in Israel arbeiten die Wissenschaftler*innen aus Russland lieber im dortigen Bildungssystem. Lediglich ein Anschluss an die Faculty of Liberal Arts & Sciences (FLAS) in Montenegro konnte sich als Idee halten".
Обсуждение 0
Обсуждение не доступно в веб-версии. Чтобы написать комментарий, перейдите в приложение Telegram.
Обсудить в Telegram